Einsatzhärten / Aufkohlen
Für hohe Randschichthärte
Stähle, die wegen ihres geringen Kohlenstoffgehalts nicht oder nur schlecht zu härten sind, werden durch Aufkohlen soweit mit Kohlenstoff angereichert, dass ein Härten möglich wird.
Der Kohlenstoff als wichtigstes Legierungselement des Stahles diffundiert in die Oberfläche durch kohlenstoffabgebende Gase oder Salze bei etwa 900°C ein. Wie tief die C-Atome beim Aufkohlen eindringen, lässt sich genau regeln. Durch anschließendes Härten entstehen extrem harte und verschleißfeste Oberflächen (Einsatzhärten).
Unter Einsatzhärten versteht man ein Härten nach vorhergegangenem Aufkohlen. Es wird dort angewendet, wo ein Werkstück neben hoher Kernzähigkeit zudem eine harte, verschleißfeste Oberfläche haben muss. Die hierfür verwendeten Stähle haben niedrige Kohlenstoffgehalte und sind je nach gewünschter Kernfestigkeit legiert. Es besteht die Möglichkeit, bestimmte Bereiche am Bauteil vor dem Aufkohlen zu schützen.
Auf Anfrage erstellt Ihnen die Härterei TANDLER ein Prüfprotokoll über die Härtemessung nach DIN 6773.

